Der Luftgewehrstand

1927 im Untergeschoss der Georg-Heimann-Halle in Netphen. Die neue Anlage bietet eine elektronisch-optische Schussauswertung und Ergebnisdarstellung auf dem Bildschirm.

Mit der RedDot-Gewehrattrappe können auch Kinder und Jugendlice ihre Treffsicherheit miteinender messen. Der Schützenverein Netphen hat dieses Sportgerät eigens angeschafft, um zukünftig auch unter 12 Jahre alte Jungen und Mädchen schon für den Schießsport zu begeistern und mit ihnen zu trainieren. Durch zahlreiche Änderungen im deutschen Waffenrecht ist es für die Vereine immer schwieriger geworden, Nachwuchsförderung zu betreiben. Die Altersbeschränkung „ab 12Jahren“ macht es den Schützenvereinen schwer, mancherorts fast unmöglich, Kinder und Jugendliche zu gewinnen. Das Laserschießen bietet nun die Möglichkeit, diesem negativen Trend entgegenzuwirken.

Mit dem RedDot-Gewehrattrappe zielen die Kinder auf eine Scheibe mit einem roten Punkt (RedDot). Das Ergebnis des Laser-“Schusses“ wird, wie bei den Erwachsenen, auf einer Zielscheibe am Bildschirm beim Schützen dargestellt. Das im Vergleich zu Luftgewehren deutlich leichtere Sportgerät ist für die Kinder unkompliziert zu handhaben und steht den Sportwaffen der Schützen in der Präzision nicht nach. Es ist jedoch keine Waffe sondern nur eine Attrappe.

Konzentrationsfähigkeit, ein gutes Auge und das richtige Gefühl für den Abzug sind bei großen und kleinen Schützen wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wettkampf. Anleitung durch erfahrene Schützen darf nicht fehlen und hilft beim Erlernen der Technik.

Zusätzlich bietet die neue Anlage Spass für neue und erfahrene Schützen: Biathlonschießen mit dem RedDot-Lasergewehr. Auch das wird beim Tag der offenen Tür möglich sein. (Foto reddot_biathlon)

Lange hatten die Netphener Schützen Vor- und Nachteile einer Umrüstung des Luftgewehrstandes auf elektronische Schussauswertung abgewogen, war damit doch ein erheblicher finanzieller Aufwand verbunden. Die Absicht, die Nachwuchsarbeit zu intensivieren, die Möglichkeiten der neuen Technik für die Trainingsarbeit und Wettkampf der Sportschützen und die Chance die Schießergebnisse im laufenden Wettkampf zu visualisieren, sprachen jedoch dafür. Als dann noch die Aussicht auf eine Förderung des Projekts durch die Stadt Netphen aus dem Spendenbudget für gemeinwohlorientierte Zwecke aus Sparkassenmitteln bestand, beschloss der Vorstand die Umsetzung des Vorhabens.

Die sonst im Verein übliche handwerkliche Eigenleistung hielt sich im Rahmen. Die komplizierte Technik wurde durch die Fa. Appelbaum-Schießsport aus Hagen installiert.